Geschäftsleitung Christian Loidl und Serafin Campestrini

Sogar Disneyland setzt auf Qualität aus Ottensheim

OTTENSHEIM. Vor über 100 Jahren gründete Wagnermeister Serafin Camprestrini das heutige Holzunternehmen Seca. Im Laufe der Geschichte wurden auch Holzsandalen und Holzski gebaut. Heute gehört das Unternehmen zu den Marktführern im Bereich Massivholzdielen für Böden, Wände und Decken.  

Wenn man den Disneyland Park in Paris besucht, wird es einem vielleicht nicht auffallen. Doch auf den Fassaden der Gebäude des Vergnügungsparks wurden 2015 800 Kubikmeter Holz made in Ottensheim verarbeitet. Serafin Camprestrini, einer der Geschäftsführer: „Es waren 16 Lkw notwendig, um das benötigte Holz zu transportieren. Die besondere Herausforderung bestand darin, den verschiedensten Wünschen der Parkbetreiber gerecht zu werden.“

Export und die Nachfrage

Heute ist das Unternehmen aus Ottensheim nicht nur in Frankreich präsent. So wird auch nach Italien, Deutschland, Skandinavien, in die Schweiz oder nach Spanien geliefert. „Unser Exportanteil liegt etwa bei 25 Prozent“, erklärt der zweite Geschäftsführer Christian Loidl. Entgegen kommt dem Unternehmen der Umstand, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Holz im Bau in den letzten Jahren ständig gestiegen ist. Loidl: „Heute ist Holz nicht nur mehr beim Einfamilienhaus in ländlichen Gebieten ein Thema. Auch in der Stadt werden immer mehr Bauprojekte mit dem natürlichen Rohstoff ausgeführt. Durch die technische Weiterentwicklung werden sogar Hochhäuser in Holzbauweise realisiert.“

Erlebnis wird immer wichtiger

Für die Geschäftsleitung steht auch fest, dass Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. „Ohne entsprechende Zertifikate – welche die Herkunft bescheinigen – geht in der Branche nichts mehr. Die Kunden wollen wissen, woher das Holz stammt und ob es ökologisch produziert wurde“„ erklärt Loidl, der weiters feststellt: “Gerade der amerikanische und asiatische Raum kauft immer mehr nachhaltige Ware.„ Doch nicht nur das Woher spielt bei der Kaufentscheidung eine immer wichtiger werdende Rolle. Kunden wünschen sich heute ein Erlebnis, suchen den direkten Kontakt mit dem Produkt. Daher entschlossen die beiden Geschäftsführer nun eine neue Ausstellungsfläche zu schaffen. “Im ehemaligen Autohaus an der B 127 werden wir ab Anfang April ein Holzzentrum bauen. Nach etwa drei Monaten Bauzeit können die Besucher dort auf 700 Quadratmetern unsere Produkte – in einem Außen- und Innenbereich – neu erleben,„ erklärt Camprestrini, der sich von der verkehrsgünstigen Lage eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades in der Region und mehr Kundenfrequenz verspricht.