Seit 1915 – Innovation aus Tradition

Serafin Campestrini - Gründer von SECA

„Tradition ist nicht das aufbewahren der Asche, sondern das Feuer immer neu anzufachen!“

Im Jahr 1915 wurde der Grundstein der heutigen Serafin Campestrini GmbH durch Wagnermeister Serafin Campestrini gelegt. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Unternehmen vom Sägewerk mit Vollgatter zum europaweit gefragten Holzindustrieunternehmen.
Familie Campestrini 1920

Nach dem Tod des Firmengründers 1947 übernimmt dessen jüngster Sohn Josef Campestrini das Unternehmen und modernisiert es durch den Einbau neuer Maschinen. Bis Anfang der achtziger Jahre werden in Ottensheim auch die beliebten SECA-Gesundheitssandalen aus Holz in Anlehnung an die schwedischen Sandalenmodelle produziert. 1967 wird mit der Produktion der Profilbretter, zunächst aus Überseehölzern, begonnen.

Anfang der 70iger Jahre erfolgt die Gründung der GmbH & Co KG und die Übernahme der Geschäftsleitung durch Franz Campestrini. Zugleich wird mit der Errichtung eines geschlossenen Sägewerks und einer großen Sortier- und Lagerhalle für Schnittholz begonnen. Die Kapazitäten für Handelsware werden ausgedehnt, das Firmengelände wird durch den Zukauf weiterer Grundstücke erweitert.

1987, Serafin Campestrini, der heutige Geschäftsführer, tritt in das Unternehmen ein. 7 Jahre später wird in Borohradek (Tschechische Republik) ein Hobelwerk errichtet und im Rahmen der Serafin Campestrini s.r.o. als 100%ige Tochterfirma der SECA GmbH Österreich mit der Produktion von Hobelware begonnen. Der Start erfolgt mit 25 Mitarbeitern. 2015 sind am Standort Borohradek über 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Hobelwerk Ottensheim kann aufgrund der gewachsenen, angrenzenden Wohnsiedlungen nur noch in einer Schicht produziert werden. Man entschließt sich 1995 die Produktion an diesem Standort einzustellen und im Gegenzug in Tschechien weiter auszubauen. Der heutige Geschäftsführer Mag. Christian Loidl, MBA tritt in das Unternehmen ein. Der Standort in Ottensheim wird in einen modernen Holzgroßhandelsbetrieb umstrukturiert und die Vertriebsaktivitäten im Inland sowie im Export werden ausgebaut.

In den Jahren 2000 bis 2005 wird mit der intensiven Rohstoffbeschaffung aus Russland begonnen. Zur nachhaltigen Sicherung des Rohstoffbedarfs wird im Zuge eines Joint Ventures die Errichtung und der Ausbau eines Sägewerks in Kirov (Russland) vorangetrieben. Es erfolgte die Eröffnung eines Einkaufsbüros und die Gründung der VEL in Kirov. Ing. Franz Campestrini tritt in die Geschäftsleitung ein und übernimmt die Einkaufsagenden.

2011 erfolgt die Inbetriebnahme des KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) Biomassekraftwerks am Standort Borohradek mit einer Leistung von 1MW Strom / 5MW Wärme. Parallel dazu wird die Pelletsproduktion gestartet. Die im Industriehobelwerk anfallenden Hobelspäne werden zu Pellets und Holzbriketts verpresst. Die erzeugte elektrische Energie sowie die Wärme aus dem KWK wird überwiegend wieder vor Ort genutzt. Damit setzt SECA einen weiteren wesentlichen Schritt seiner Nachhaltigkeitsstrategie.

2012 wird die FEEL WOOD Massivholzbodenproduktion in der Steiermark als 100%ige Tochterfirma übernommen. Durch intensivierte Vertriebsaktivitäten und die Erschließung neuer Märkte kann der Ausstoß in Richtung 2-Schichtbetrieb gesteigert werden. Der Standort wird als „Lager Süd“ auch als Vertriebsstandort genutzt, von dem aus der Süden Österreichs logistisch besser und intensiver bearbeitet werden kann.
Zum 100jährigen Bestehen im Jahr 2015 ist SECA an 4 Standorten tätig und wird von den geschäftsführenden Gesellschaftern Serafin Campestrini, Ing. Franz Campestrini und Mag. Christian Loidl geführt. In der Gruppe werden 2015 über 230 Mitarbeiter beschäftigt.